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Business Barometer 1/2015

AmCham Business Barometer: Erhebung 1/2018

Das Geschäftsklima hat sich im Vergleich zum September 2017 (Welle 2/2017) für die USA tendenziell verbessert und für Österreich marginal verschlechtert.

KEY FINDINGS

  • Die Verbesserung der Geschäftsklimas für die USA basiert insbesondere auf der Verbesserung der aktuellen Geschäftslage (1/2018: Saldo +52 vs. 2/2017: Saldo +37 -> +15 Prozentpunkte Differenz). Diese wird jedoch durch eine getrübte Geschäftserwartung gedämpft. Im Frühjahr 2018 erwarten 25% der Befragten in den USA eine Verbesserung ihres Geschäftsgangs bis Herbst 2018, 66% sehen ihn unverändert und 9% erwarten eine Verschlechterung.
  • Die geringfügige Verschlechterung des Geschäftsklimas für Österreich Monate (1/2018 vs. 2/2017 -> -2 Prozentpunkte Differenz) beruht auf vorsichtige Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate (1/2018 vs. 2/2017 -> -9 Prozentpunkte Differenz). Die Einschätzungen der aktuellen Geschäftsklage der US-Firmen in Österreich vor Ort zeigt hingegen eine weitere Verbesserung gegenüber September  2017 (1/2018 vs. 2/2017 -> +5 Prozentpunkte Differenz) auf hohem Niveau.
  • Das Niveau des Geschäftsklimas 1/2018 in Österreich bzw. die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftserwartungen bis Herbst liegen über jenen der Referenzwerte für die USA.
  • Die aktuell günstige Geschäftslage wirkt sich weiterhin positiv auf Beschäftigung (1/2018 vs. 2/2017 -> +1 Prozentpunkte Differenz) und Investitionen (1/2018 vs. 2/2017 -> +2 Prozentpunkte Differenz) in Österreich aus, das marginal rückläufige Geschäftsklima bremst die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr. Beide Indikatoren verbessern sich seit 18 Monaten stetig.
  • Parallel dazu verändert sich die Standortattraktivität Österreichs für die Vertreter der US-Unternehmen wiederholt sehr deutlich zum Positiven.  Nach Indexwerten von +12 (1/2017) und +24 (2/2017) übertrifft das Attraktivitätsniveau im März 2018 mit +32 erneut alle bisher gemessenen Werte. Für 41% der Befragten hat Österreich eine positive Standortqualität, wohingegen lediglich 9% diese als schlecht einstufen.
  • Die drei wichtigsten Standortthemen bleiben für die US-Unternehmen weiterhin die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften, die Lohnnebenkosten sowie die Steuerbelastung von Unternehmen. Diese werden dicht gefolgt von Lebensqualität und Sicherheit, dem durchschnittlichen Gehaltsniveau sowie der Infrastruktur in Bezug auf Verkehr, Telekom und Energie. Zumindest für zwei Drittel der Befragten haben diese Faktoren Vorrang. Wie bereits in der vorangegangenen Welle zählen bürokratische Anforderungen bei Förderansuchen, bürokratische Anforderungen bei Ansuchen um Betriebs- und Anlagengenehmigungen sowie personenbezogene Steuern und Abgaben für Expatriates zu den weniger wichtigen Standortfaktoren; lediglich für rund ein Drittel sich Letztere „wichtig“ oder „sehr wichtig“.
  • Unter den wichtigen Standortthemen stechen drei hervor, die 70% bis 90% der US-Unternehmen positiv bewerten: Lebensqualität und Sicherheit, die Infrastruktur in Bezug auf Verkehr, Telekom und Energie sowie die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften. Alle anderen Standortthemen erhalten von weniger als 25% der Befragten positive Bewertungen: Dies betrifft speziell die als wichtig empfundenen Themen Lohnnebenkostenniveau, Steuerbelastung sowie das hohe Gehaltsniveau.
  • Geringfügige Verbesserungen bei der Bewertung der Standortbedingungen zu 2/2017 zeigen sich bei Lohnnebenkosten und Arbeitsmarktbedingungen, sowie der Steuerlast.  Marginal verschlechtert haben sich, dem Konjunkturaufschwung auf dem Arbeitsmarkt folgend, die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften sowie das von den Unternehmen zu bedienende Gehaltsniveau.
  • Die Einstufung der österreichischen Standortpolitik hat sich von knapp unterdurchschnittlich 2/2017 (Mittelwert 2/2017: 1,44) auf knapp überdurchschnittlich 1/2018 gedreht (Mittelwert 1/2018: 1,54). Sie hat sich zum dritten Mal in Folge verbessert. Im März 2016 bewerteten 34% der Befragten die Standortpolitik als gut oder ausgezeichnet, im März 2017 45% und im März 2018 56%; der beste Wert seit Beginn der Aufzeichnung des AmCham Business Barometers. Aktuell meinen 3% der Teilnehmer die österreichische Standortpolitik ist ausgezeichnet, für 53% ist sie gut, für 39% mittelmäßig und für 4% schlecht.

 SONDERFRAGEN

„Österreich hat nun nach der Nationalratswahl im Oktober 2017 eine neue Regierung. Welche Auswirkungen erwarten Sie sich dadurch für die österreichische Wirtschaft?“

  • Für 11% der Vertreterinnen und Vertreter der US-Unternehmen hat die neue Regierung in Österreich sehr positive Auswirkungen auf die österreichische Wirtschaft, für 39% eher positive (zusammen 50% positiv), für 5% eher negative und für 2% sehr negative Auswirkungen (zusammen 7% negativ). 25% sehen keine Auswirkungen und 17% enthielten sich der Stimme.

„Österreich hat nun nach der Nationalratswahl im Oktober 2017 eine neue Regierung. Und welche Auswirkungen erwarten Sie sich dadurch für Ihr Unternehmen?“

  • Keine Firma sieht sich „sehr positiv“ oder „sehr negativ“ von der neuen Regierung betroffen. 47% „eher positiv“ und 9% „eher negativ“. Für 34% hat sie keine Auswirkungen auf das eigene Unternehmen und 17% machten keine Angabe zu dieser Frage.

Fazit Sonderfragen: Der neuen Regierung gegenüber wird überwiegend eine eindeutig positive Erwartungshaltung geäußert; auch für das eigene Unternehmen werden eher positive als negative Impulse vorausgesehen.

 

Finden sie den ausführlichen AmCham Business Barometer 1/2018 hier:

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